Grumbach

Ortsteile Grumbach und Neugrumbach

Die kleine Gemeinde Grumbach liegt am Kamm des Erzgebirges, südöstlich in etwa 12 km
Entfernung von der Grossen Kreisstadt Annaberg-Buchholz. Das Dorf liegt am Rande eines Höhenzuges, der vom Schwarzwassertal, dem Pöhlbachtal und dem Pressnitztal begrenzt wird und bis auf 835 m Höhe reicht. Das Ort selbst hat eine Höhenlage von 670 m bis 795 m über NN (Ortsmitte ca. 770m) und erstreckt sich etwa in Ost-West-Richtung. Im Ort und in der näheren Umgebung entspringen Grumbach, Rauschenbach und Sandbach. Alle münden in die Pressnitz.


Nach angeblich ersten Erwähnungen (nicht urkundlich belegt) soll Grumbach etwa um 1204 von fränkischen Siedlern als Waldhufendorf gegründet worden sein, die Waldhufenstruktur ist heute noch deutlich erkennbar. Grumbach wird nachweislich in einer Urkunde vom 8. April 1386 erstmals erwähnt.


In der landschaftlich schönen und waldreichen Umgebung des Ortes sind im Sommer ausgedehnte Wanderungen, auch Rundwanderungen, mit attraktiven Zielen und mit schönen Aussichtpunkten in die umliegenden Täler, möglich.
Im Winter gibt es im nahen Jöhstadt ein weites Netz gespurter Loipen für Langläufer, und Abfahrtsstrecken (mit Lift) für den alpinen Skisport.


Grumbach hat die schöne, sehenswerte Dorfkirche - St.Margarethen -, die wahrscheinlich ursprünglich eine Wehrkirche war und um 1680 durch einen Umbau ihre heutige Gestalt erhielt. Diese Kirche steht unter Denkmalschutz und ist das wahrscheinlich älteste steinerne Gebäude des Ortes.


Von den einst 7 Mühlen im Ort existieren heute noch drei als Gebäude.
Darüber hinaus gibt es einige schöne Fachwerkhäuser und auch Zeugen des Altbergbaus z.B. das so genannte Zechenhaus (Mühlenweg 12). Ein Bergbaulehrpfad führt den interessierten Wanderer von Grumbach zu einem Besucherbergwerk, dem Andreas-Gegentrum-Stolln, in das Pressnitztal. Hier befindet sich auch ein Haltepunkt der Museumsbahn Steinbach - Jöhstadt.


Naturfreunde finden im nahe gelegenen Naturschutzgebiet Rauschenbachtal zwischen der Ortslage Neugrumbach und dem Naturfreundehaus Rauschenbachmühle Arnsfeld ein Kleinod mit reicher Tier- und Pflanzenwelt.


Eine der bekanntesten Persönlichkeiten Grumbachs war der Kantor Karl Friedrich Klinger, der im Ort von 1849 bis 1871 ein Privatseminar (als Nebenstelle des Annaberger Lehrerseminars) führte.
Viele seiner etwa 70 Zöglinge wurden sachsenweit und darüber hinaus als Lehrer bekannt und erfolgreich. Seine Grabstätte auf dem Grumbacher Friedhof erinnert heute noch an sein erfolgreiches Wirken für den Einzelnen und für das Gemeinwesen. Die Grumbacher Grundschule erhielt ihm zu Ehren seinen Namen.


Der sehr bekannte, beliebte und heute noch von vielen gern gelesene Mundartdichter Max Wenzel (1879 -1946) arbeitete einige Zeit (1903 -1904) in Grumbach als Lehrer, er schreibt über Grumbach, dass es ihn zum Erzgebirgsdichter gemacht hat.


Ortsplan

Ortsplan Grumbach/Erzgebirge



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