Steinbach und Oberschmiedeberg

Ortsteile Steinbach und Oberschmiedeberg

Steinbach und der ehemalige Ortsteil Oberschmiedeberg liegen am Fuß des 891m hohen Hirtstein, kurz vor der Grenze zur Tschechischen Republik. Der Ort mit seinen knapp 1000 Einwohnern liegt zwischen 550 und 600 m ü. NN.


Steinbach ist ein typisches Waldhufendorf. Es wurde im 13. Jahrhundert durch fränkische Bauern im Rahmen der regionalen Besiedlung gegründet und 1401 erstmals urkundlich erwähnt. Als Verkehrsweg scheint es, ist das Tal sehr früh genutzt worden. Spuren dieser Wege, die sog. "Böhmischen Steige" finden sich heute noch ausgeprägt in den umgebenden Forsten.


Der Ort dehnt sich, umgeben von Nadel- und Laubwäldern in 3 Richtungen aus. Das Ortszentrum liegt in einem leicht gekrümmten Tal, dessen Bach dem Ort seinen Namen gab. Im Zentrum steht die schöne, rund 300 Jahre alte Dorfkirche, welche zu den frühesten barocken Zentralkirchen Sachsens gehört. Südlich wird das Dorf von dem leicht ansteigenden Hang des Glösensteins (817m) begrenzt. Nördlich erhebt sich ein wesentlich steilerer Hang, dessen Hochfläche ca. 720 m misst.


Auf der östlichen Seite des Dorfes erhebt sich nach einem ca. 4 km langen, gleichmäßigen Anstieg, der Hirtstein mit seinen 891 Metern. In die andere Richtung verzweigt sich die Ortsstraße. Linkerhand führt die Straße zur Kreisstadt Annaberg und rechterhand schließt nach etwa einem Kilometer der Ortsteil Oberschmiedeberg an. Diese Straße führt weiter in Richtung Wolkenstein.


Dominierendes Gewerbe war lange die Land-, Wald- und Holzwirtschaft. Im Zuge des aufstrebenden Bergbaus im Erzgebirge gab es auch hier einige größere Schürfstätten, wie der „Andreas-Gegentrum-Stolln“. Seit 1984 sind Heimatfreunde mit großem Engagement dabei, dieses Stück Bergbaugeschichte zu erhalten und der Nachwelt zu bewahren - heute ein beliebtes Besucherbergwerk - das einzige mit Kleinbahnanschluss! (s. Preßnitztalbahn).


In den Jahren nach dem Bergbau entstanden Betriebe zur Pappenherstellung und -verarbeitung, die leider nicht mehr produzieren. In vielen Familien wurden zum Lebensunterhalt die typisch erzgebirgischen Handarbeiten wie „Klöppeln” und „Schnitzen” betrieben.


Für unsere Wanderfreunde hat Steinbach ein gut markiertes Wanderwegenetz, daß je nach Bedürfnissen und individuellen Möglichkeiten für jeden Erholungssuchenden etwas zu bieten hat – im Sommer zum Wandern, im Winter zum Skilauf.
Mit der Einweihung des Streckenabschnitts „Andreas-Gegentrum-Stolln” bis „Bahnhof Steinbach” der Museumsbahn Jöhstadt im Jahre 2000 besitzt Steinbach ein weiteres Touristenziel.


Für jeden Erzgebirger ist die Advents- und Weihnachtszeit natürlich etwas ganz Besonderes. Auch in Steinbach sind zu dieser schönsten Zeit des Jahres die Fenster u. a. mit Schwibbögen, Weihnachtssternen, Bergmännern und Nußknackern geschmückt. Wer hier herkommt erlebt ein Stück Erzgebirge mit gemütlichen Privatquartieren, Pensionen und Gasthöfen.




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